Table Hopping - fängt die Eröffnung früher an als man denkt? Teil III
3. November 2008 | Von Peter Bold | Kategorie: Theorie des ZaubernsDie Qual der Wahl. Und damit ist dieses Mal nicht eine Magicians Choice gemeint, bei der man nicht auf Zack war. Sondern die Frage, an welchen Tisch man als erstes geht. Jetzt mal alle kurz nachdenken: Wisst ihr warum ihr euch für einen bestimmen Tisch entscheidet und warum das mal besser und mal weniger gut funktioniert?
Die Reaktion des ersten Tisches kann erheblich beeinflussen, wie die weiteren Tische euch gesonnen sind. Deshalb ist für mich die Auswahl eines Tisches, der mit hoher Wahrscheinlichkeit weit sichtbare und hörbare Reaktionen bringt, von großer Bedeutung.
Bei Wiederholungstätern, die des öfteren im gleichen Restaurant oder der gleichen Bar arbeiten bietet es sich immer an, erst einmal ein paar Stammgäste zu bezaubern. Wenn ihr schön fleißig wart, sollte das Restaurant ja nach mehreren Auftritten Stammgäste haben. Wie ihr aktiv dafür sorgen könnt, dass das so ist und ihr damit einen echten Mehrwert für den Betreiber generiert, werde ich in einem späteren Artikel ausführen. Bei geschicktem Einsatz der euch zur Verfügung stehenden Routinen und Kommunikationskenntnissen freuen die sich dann auch total, euch wiederzusehen. Ein gelungener Einstieg in den Abend ist damit garantiert.
Eine weitere Möglichkeit ist es, bei Banketten erst einmal für den netten Menschen zu arbeiten, der euch engagiert hat. Oft befindet der sich dann auch noch freundlicherweise in der Nähe des Chefs und anderer wichtiger Entscheidungsträger eures Auftrags- und damit Brötchengebers. Beides ist psychologisch sehr geschickt. Der Auftraggeber hat nämlich allen Grund von euch begeistert zu sein, muss er doch zeigen was für eine tolle Sensation er da angeschleppt hat. Dafür möchte er ja ausgiebig von den anderen gestreichelt werden. Gerade wenn er sich in unmittelbarer Chefnähe befindet, wird er euch also besonders toll finden. Der Chef wiederum sieht somit sofort begeisterte Reaktionen und ist damit schon ziemlich nah daran, euch auch toll zu finden.
Damit er das in aller Ruhe machen kann, ist es eine gute Idee, gleich zu zeigen, dass ihr zwar toll seid, er aber auch schon ein ganz großer ist und in seiner Firma das Alpha-Tierchen bleiben darf. Hat er diese Information erst einmal geschluckt, verdaut und inkorporiert, kann er sich ganz doll freuen und einen hervorragenden Vorbildcharakter für seine Mitarbeiter erfüllen. Die sollen euch ja schließlich nachher auch noch toll finden. Ein weiterer Grund mit dem Cheftisch anzufangen, ist es denn auch, dass sogar das obere Management zu Beginn der Veranstaltung meist noch nicht voll ist wie ein Eimer. Damit erspart ihr der Chefetage die Peinlichkeit, dass sie bei einem späteren Besuch am Tisch peinlich sein könnte.
Und wenn ihr jetzt keinen von den lieben Leuten im Saal kennt? Am besten ihr denkt jetzt schon mal darüber nach und ich sage euch im nächsten Update meine Ansicht dazu. Also bis gleich.