Editorial II
11. Oktober 2009 | Von Peter Bold | Kategorie: EditorialDie Zahl 12 und Name Manuel Gedack haben für die meisten Menschen die gleiche Bedeutung. Nämlich keine. In bestimmten Teilen der Mannheimer Jugendkultur erfreuen sie sich allerdings größter Beliebtheit. Schallendes Gelächter ertönt bei der geringsten Anspielung auf diese Begriffe.
In der Zauberkunst gibt es ein ähnliches Phänomen. Für den Zauberkünstler und seine Zuschauer haben ein und der selbe Begriff oder die gleiche Handlung oft eine vollkommen unterschiedliche Bedeutung.
So zum Beispiel der Begriff Daumenspitze. Für die meisten Menschen ist es einfach die Spitze ihres Daumens. Für den Zauberer allerdings ein Trickgerät dessen Existenz er vor dem gewöhnlichen Sterblichen um jeden Preis verheimlichen möchte.
Deshalb wird das Wort außerhalb geheimer Sitzungen nur geflüstert und der Gegenstand selbst eifersüchtig vor den Augen Dritter geschützt.
Und was passiert nun wenn jemand das Ding da im Koffer liegen sieht? Erstaunlicherweise gar nichts. Solange der Sehende nicht sowieso schon erklärt bekommen hat, dass man das Teil benutzen kann, um Tücher scheinbar verschwinden zu lassen hält er es für: Einen Plastikdaumen! So wie die Plastikhände, die man sich in einem Anfall von stilsicherem Humor aus dem Kofferraum hängen lassen kann.
Bin ich jetzt für Trickverrat? Aber nein! Allerdings ist es oft weniger auffällig, wenn man ein bischen lockerer bleibt und bei der Erwähnung von Worten, die für Außenstehende keine Bedeutung haben, nicht sofort schweißgebadet und zitternd auf dem Boden zusammenbricht.
Herzlichen Dank für den vielen Lob den sowohl zauberer.li als auch das Produkt des Monats Sieben Sünden erhalten haben.
Hier nochmal die Antworten auf die am meisten gestellten Fragen. Ja, auf zauberer.li werden auch komplette Zauberroutinen erklärt. Allerdings nur von mir selbst erfundene.