Kinderzauberei?

11. Oktober 2009 | Von Peter Bold | Kategorie: Theorie des Zauberns, Zaubern für Kinder, Zauberschule

Es scheint eine gute Tradition der Zauberkunst darzustellen, mehrdeutige und missverständliche Begriffe zu verwenden. Neben der Stuhlschwebe (bei der mitnichten ein Stuhl schwebt) und der Fluchtkiste (die überhaupt nicht flüchtet, außer früher bei Günther Puchinger) gibt es da auch noch die Kinderzauberei.

Dabei geht es selten darum, dass man mit den Kindern statt zum Beispiel mit Spielkarten zaubert (was man sich bei David Williamson aber auch vorstellen könnte) oder etwa die Kinder zaubern um auch mal die Haushaltskasse aufzubessern (dafür lässt man sie besser in Indien Klappblumen basteln), sondern es handelt sich um das Vorführen von Zauberkunst für Kinder.

Die Zauberkunst für Kinder stellt eine ganz eigene Gattung der Zauberkunst mit ganz eigenen Missverständnissen dar. Wer z. B. auf die Idee kommt beim Zaubern für Kinder käme er mit einer schlechteren Tricktechnik durch wird schnell lauthals eines besseren belehrt werden.

Auch bestimmte Genres der Zauberkunst, wie die Manipulation oder Kartentricks, für die Vorführung vor Kindern auszuschließen wird sich nach genauerer Betrachtung als voreilig erweisen.

Vielmehr kann man mit einer kindgerechten Präsentation, die für die zwei Hauptgruppen Kindergarten- und Grundschulalter, durchweg unterschiedlich sein kann, nahezu jedes gute Kunststück vorführen.

Der in der Kinderzauberei bewanderte wird dabei in vielen Punken die Übereinstimmung meiner Meinung mit Boretti feststellen. Die Publikationen dieser absoluten Größe der Kinderzauberei im deutschsprachigen Raum seien hiermit auch jedem Leser wärmstens an Herz gelegt.

Zum Einstieg werden nun an dieser Stelle, in den nächsten Wochen, einige praktische Tipps zur Kinderzauberei erscheinen. Den Beginn macht dabei, wie schon bei der Table Hopping Serie, die Eröffnung zu meinem Eigenen Programm, die ich in allen Details erklären werde.

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