Noch ein Geldschein in noch einer Zitrone

11. Oktober 2009 | Von Peter Bold | Kategorie: Zauberschule, Zaubertricks

Der Effekt ist ein absoluter Klassiker ein Geldschein verschwindet, wird verbrannt oder verwandelt sich ein einen anderen Gegenstand. Anschließend kommt mitten in einer Zitrone wieder zum Vorschein.

Es gibt dazu einige sehr gute Routinen und Hilfsmittel z.B. von Ygal Mesika, Whit Haydn, und Cellini. Eine meiner Lieblingsversionen führt Christoph Borer vor. Meine Version, die ich heute beschreibe, ist nicht die beste. Sie zeigt aber einen anderen Denkansatz als die meisten anderen Versionen, kommt ohne Hilfsmittel aus und ist schnell vorbereitet. Außerdem kann man mit dem gleichen Material doppelt so viele Vorstellungen geben. Da Zitronen ja auch angebaut und transportiert werden müssen, spart man so wertvolle Energie. Peace! Save the world!

Zur Vorführung braucht ihr ein scharfes Messer (Wellenschliff) und eine halbe (!) Zitrone.

Die Zitrone kommt entweder in eine Hosen- oder Jackentasche, die sich nicht vor ein wenig Zitronensaft fürchtet, oder in eine Ablage, wie einen Koffer oder eine Papiertüte.

Jetzt Geldschein ausleihen und unterschreiben lassen. Der Geldschein wir anschließend zu einem kleinen Röllchen zusammengefaltet. Dafür fällt euch bestimmt eine gut Ausrede ein. Anschließend lasst ihr die Knete auf eure Lieblingsart verschwinden (den Satz mochte ich in Anleitungen schon immer besonders).

Wie auch immer ihr den Schein beseitigt habt, tatsächlich sollte er sich nun in eurer rechten Hand befinden. Beim herausholen der Zitrone aus Jacke wie Hose oder Tüte wie Koffer drückt ihr den Geldschein in die Mitte der Zitrone, wo die einzelnen Fruchkammern zusammenlaufen. Dabei haltet ihr die Zitrone so, dass die Schnittfläche in eure Richtung zeigt und durch die Hand gedeckt ist, dass es sich nur um eine halbe Zitrone handelt.

Ich gebe die Zitronenhälfte jetzt recht frei in die linke Hand, ihr könnt euch bei den ersten paar Mal aber auch gerne verkrampfen. Das macht man ja bei ungewohnt frechen Methoden recht gerne. Jetzt zückt ihr das Messer und rächt euch dafür, dass ich euch beim Schreiben immer ein bischen foppe. Oder ihr schneidet die Zitrone ca. 1 cm über der Schnittfläche nochmal auf. Damit simuliert ihr das Zerteilen einer Zitrone, eigentlich wird nur eine Scheibe abgeschnitten. In dieser Scheibe steckt der Geldschein. Der wird vom Zuschauer geschnappt, der wiederum vor lauter Begeisterung überschnappt und ihr schafft schnell den Müll weg, um nicht nach dem gelungenen Betrug doch noch geschnappt zu werden.

Soviel für heute, in einem der nächsten Artikel erkläre ich dann auch noch meine Lieblingsmethode, um das Geld verschwinden zu lassen (von meiner Vorliebe für Riesengarnelen abgesehen) und auch eine Ausrede für das gefalte vorher.

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