Pattern Interrupt

11. Oktober 2009 | Von Peter Bold | Kategorie: Begriffe, Zauberlexikon

Der Pattern Interrupt, zu Deutsch Musterunterbrechung, kommt nicht etwa aus der afrikanischen Trommelkunst, sondern ist eine Hypnosetechnik. Sie basiert darauf, einen bestehenden Bewusstseinszustand durch ein nicht antizipiertes Vorgehen zu unterbrechen und somit einen veränderten Zustand zu erreichen.

Ein in der Hypnose weit verbreitetes Beispiel ist der Handshake Interrupt, der häufig bei Milton Erickson und Richard Bandler Verwendung findet. Sowohl bei der Kurzzeittherapie wie auch bei der Showhypnose folgen dann weitere Techniken der Vertiefung. In der Zauberkunst kann man den Pattern Interrupt z.B. bei Derren Brown sehen.

Typische Theatertechniken zum Erreichen eines Pattern Interrupt, wie sie oft zu Beginn von Vorstellungen eingesetzt werden, sind plötzliche Wechsel der Lichtstimmung wie der harte Blackout und laute Geräusche wie Donner oder Paukenschlag. Im Close-Up-Bereich wird der gleiche Effekt z. B. durch in die Hände Klatschen erreicht.

In der Zauberkunst ist der Pattern Interrupt sinnvoll, um der Tricktechnik dienliche Trancezustände bei einzelnen Zuschauern hervorzurufen, oder wie bei den auch in Kinofilmen eingesetzten Hypnosetechniken die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Handlung zu bündeln.

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